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In die Nudelei
zieht Leben ein!


Seit über 10 Jahren steht die ehemalige Anker-Teigwarenfabrik – auch bekannt als Nudelei - leer. Seitdem wurden viele Ideen für die Fabrik diskutiert. Doch bis heute fehlt ein Konzept, das auch die Wünsche der Löbauerinnen und Löbauer berücksichtigt. Das möchten wir mit euch ändern!  Bringt euch ein und macht deutlich, was ein lebenswertes Löbau braucht!

 

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FABRIK REANIMIERT

Mit dem Projekt „Fabrik reanimiert!“ soll das Areal der ehemaligen Anker-Teigwarenfabrik direkt neben dem Haus Schminke wieder mit Leben gefüllt und zu einem neuen Wohlfühlort in der Stadt werden. Das Projekt wird von der Stiftung Haus Schminke getragen und von der Stadt Löbau unterstützt.  

Von Juli 2023 bis Dezember 2024 wurde das Projekt über die Förderrichtline Bürgerbeteiligung durch das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung mitfinanziert. 

Auch 2025 geht es mit frischen Ideen weiter – ab März 2025 tut sich wieder was auf dem Fabrikhof!

PROJEKTINHALTE
UND ZIELE

 

In den letzten Monaten haben sich über 1500 Menschen bei den 4 Spotlight-Veranstaltungen auf dem Fabrikhof, rund 30 Angeboten während der bunten Testwiese und der öffentlichen Planungswerkstatt auf vielfältige Wiese für die Wiederbelebung des Fabrikareals eingebracht und die Nudelei zu einem neuen Wohlfühlort in Löbau gemacht. 

Mit der Planungswerkstatt im August 2024 sind die ersten Weichen in Richtung Zukunft gestellt worden. Alle Interessierten waren dazu eingeladen, sich bei der Werkstatt konkret mit Ideen und Wünschen einzubringen. Mithilfe der Ergebnisse aus der Werkstatt ist ein erstes Nutzungskonzept erarbeitet worden. Das Konzept ist eine wichtige Grundlage, um Mittel für die Sanierung und den zukünftigen Betrieb der Nudelei zu beantragen. In die Kurzfassung des Konzepts könnt ihr hier reinlesen.

Zum Konzept

Löbau, wie geht's?

Das Wochenende

Einfach mal was Schönes: Am 13.06.2026 wird der Fabrikhof zum Wohlfühlort...

Mixen Sie an der FühlBar Ihr eigenes alkoholfreies Wohlfühlgetränk und relaxen Sie bei entspannter Musik im Liegestuhl. Wie wär’s mit einer selbst gemachten Postkarte und einem persönlichen Gruß an die Liebsten? Im MailArtelier können Sie Ihre Karte gestalteten und gleich in den Briefkasten stecken. Alle weiteren Stationen finden Sie auf dem "Löbau, wie geht's"-Stadtplan.

Außerdem wird der Fabrikhof am 13.06.26 Station des jährlich stattfindenden Löbauer Stadtspiels. Starten Sie mit Ihrer Familie an einer der insgesamt 9 Stationen in Löbau und spielen Sie mit!

„Löbau, wie geht’s?“ ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden und zahlreichen Löbauer Partner:innen. Anlass ist die Sonderausstellung „Wie geht’s? Die Ausstellung über mentale Gesundheit“, die vom 7. März 2026 bis 4. April 2027 in Dresden zu sehen ist.

48-Stunden Stadtaktion

Mitmachen erwünscht!

3 Teams, 3 Künstler:innen, 3 Orte, 48 Stunden Zeit: Begleitet von erfahrenen Künstler:innen entstehen von Freitag bis Sonntag (12.06.-14.06.26) Werke im öffentlichen Raum, die gut tun, anregen oder einfach Spaß machen. Zwei Teams werden am Bahnhofsvorplatz arbeiten und ein Team auf dem Landesgartenschaugelände. Am Sonntagnachmittag werden die Ergebnisse präsentiert – im großen Finale tritt die Jury zusammen und würdigt feierlich die Arbeiten der Teams. 

Sie kommen aus der Region und arbeiten gern mit Akkuschrauber und Säge? Sie nähen, malen oder sind auf andere Weise kreativ? Vielleicht sind Sie einfach neugierig und möchten Neues ausprobieren? Melden Sie sich bis zum 31.05.26 an! Sie können als Einzelperson oder als Gruppe von maximal 3 Personen teilnehmen.  

Mitmachen erwünscht – nur mit Ihnen kann diese Aktion gelingen! Alle Infos gibt es hier.

 

Finale am 14.06.26 und

die Löbauer Stadtwette

Am Sonntag, den 14.06.26 endet das Löbau, wie geht's Wochenende mit dem Finale. Die Stationen finden Sie in grün im Löbau, wie geht’s?-Stadtplan.

15 bis 16 Uhr
Besichtigung der Kunstwerke 
Die 48-Stunden-Stadtaktion ist um! Schauen Sie sich vor Ort an, was die Teams in kürzester Zeit unter professioneller Anleitung erschaffen haben.

16:30 bis 18 Uhr
Großes Finale
In der Johanniskirche kommt die Jury zusammen und würdigt die Arbeiten der Teams. Seien Sie dabei und beteiligen Sie sich an der Wahl zum Publikumspreis. Für ordentlich Stimmung sorgen dabei David Brand und sein Saxophon Ensemble Goldblatt.

Wir rufen die Löbauer-Stadtwette aus!
Wetten, dass wir es schaffen, zum Finale 100 Leute im typischen Urlaubsoutfit zu begrüßen? Ob Schlappen, Schnorchel oder Skianzug – überraschen Sie uns und kommen Sie in Ihrem schönsten Urlaubslook in die Johanniskirche! Wenn die Wette gelingt, wartet eine kleine Belohnung auf alle Urlaubsreifen.

Einladung zum

Nudel-Stammtisch

 

Mittel für die Sanierung finden, eine Nutzergemeinschaft bilden, Bauanträge stellen, ein Betreiberkonzept entwickeln…Das alles wird noch viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. Damit die Nudelei in der Zwischenzeit als Wohlfühlort in Löbau erhalten bleibt, soll es rund um die Fabrik weiterhin lebendig bleiben. Hierfür hat sich der Nudel-Stammtisch gegründet. 

Der Stammtisch ist ein Zusammenschluss aus Privatpersonen, lokalen Vereinen und Initiativen aus Löbau. Der Stammtisch informiert in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung der Nudelei, ist aber vor allem eine Ideenschmiede für die weitere Bespielung des Fabrikhofs und der baurechtlich nutzbaren Flächen.  

Für mehr Informationen und wenn ihr dabei sein wollt, meldet euch gerne kurz per Mail und nehmt Kontakt auf. 

Die Fabrik


Die Anker-Teigwarenfabrik ist durch ihre zahlreichen Erweiterungen, Umbauten und Überformungen heute ein bedeutendes Industriedenkmal. Die modernen Umbauten der 1930er-Jahre werden vor allem vom Löbauer Bauunternehmer Walter Vetter und dem Architekten Hans Scharoun geprägt.

Im 19. Jahrhundert ist in Löbau vor allem die Textilindustrie auf dem Vormarsch. Teigwaren – neudeutsch Nudeln – werden hier weder produziert noch gegessen. Stattdessen kommen Kartoffeln auf den Tisch. Das ändert sich erst im Jahr 1874 mit dem Unternehmensgründer Woldemar Loeser, der unter dem Markennahmen „Anker“ anfängt, Nudeln in Löbau zu produzieren. Ab 1900 entstehen neue Produktionsgebäude an der Äußeren Bautzener Straße. Wilhelm Schminke kauft das Unternehmen 1904 und investiert in einen neuen Maschinenpark. Mit moderner Technik, verbesserter Qualität und geschicktem Marketing macht Wilhelm Schminke die „Anker“-Teigware zu einer bekannten deutschen Lebensmittelmarke und Nudeln zum Leibgericht auf deutschen Tellern.

1920 übernehmen die Söhne Fritz und Joachim Schminke die Firma des Vaters und modernisieren weiter. Wenige Jahre später hat der Betrieb über 100 Angestellte und unterhält in allen größeren Städten Mittel- und Ostdeutschlands Vertretungen und eigene Lager. Ab

1929 wird der Löbauer Bauunternehmer Walter Vetter mit umfassenden Umbaumaßnahmen auf dem Fabrikareal beauftragt. Der Architekt Hans Scharoun entwirft 1933 auf dem Nachbargrundstück das Wohnhaus für die inzwischen sechsköpfige Familie von Fritz und wird im Anschluss auch für weitere Umbaupläne an der Fabrik engagiert.

In den 1930er-Jahren wird die „Anker-Teigware“ durch gezieltes Marketing und innovatives Verpackungsdesign immer populärer. Als erste Lebensmittelfabrik verpackt man die Nudeln in Cellophan. Die einheitliche Gestaltung der Verpackungen und Werbemittel mit dem Anker-Logo und dem markanten blau-orangen Schriftzug gehört zur Verkaufsstrategie.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gerät Fritz Schminke in Kriegsgefangenschaft. 1946 folgt die Enteignung und die Nudelfabrik wird zum „VEB Anker-Teigwaren“, doch das etablierte Design bleibt gleich. Auch nach der Wiedervereinigung und Privatisierung ändert sich das Sortiment der Anker-Teigwaren-Fabrik GmbH kaum und man wirbt bis zur Schließung 1992 weiterhin in Blau-Orange und mit dem Anker im Logo.

Nachdem die Treuhand das Areal übernimmt und an privat verkauft, verschwinden die Nudelmaschinen und ein Lehrbauhof zur Ausbildung von Jugendlichen mietet sich ein.

Ab 2010 stehen die Gebäude leer, und 2018 erwirbt die Stadt Löbau das Areal im Rahmen einer Zwangsver-steigerung. In Zukunft soll die ehemalige „Nudelei“ wieder im engen Zusammenspiel mit dem benachbarten Haus Schminke gedacht werden.

Ausprobieren

Baurechtlich sind die Fabrikräume bis auf Weiteres nicht so einfach öffentlich nutzbar – aber der Fabrikhof und die Garage bieten viele Möglichkeiten zum Ausprobieren! Eure Ideen sind herzlich willkommen!

Alle, die eigene Angebote oder Aktionen an der Nudelei umsetzen wollen, können eine kurze Ideenskizze mit den wichtigsten Eckpunkten einreichen. Anhand der Skizzen lassen sich Bedarfe und Termine planen und die Stadt als Eigentümerin kann prüfen, was möglich ist und wo noch Unterstützung gebraucht wird. Eine Vorlage der Ideenskizze zum Ausfüllen findet ihr hier.